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Sinus pilonidalis

End- und Dickdarmzentrum Münster

(Haarnestgrübchen, Steißbeinfistel, Pilonidalzyste oder Sakraldermoid)

Ist eine Hauterkrankung und fällt in das Fachgebiet der Proktologie und auch der Dermatologie.

Die Erkrankung wird wahrscheinlich durch in die Haut bohrende Haare verursacht. Andere Meinungen gehen von einer angeborenen (kongenitalen) Fehlbildung aus. Die Erkrankung hat im Gegensatz zum allgemeinen Sprachgebrauch nichts mit dem Steißbeinknochen zu tun, die Gänge und Höhlen liegen lediglich im Fettgewebe über dem Steißbeinknochen und breiten sich meistens mittig aus, können aber auch Ausläufer zu Seite entwickeln und nahe an den After heranreichen. Hier ist die Unterscheidung zur Analfistel wichtig.

Bereitet ein Sinus pilonidalis Symtome, sollte er chirurgisch operativ behandelt werden. Symptome sind Sekretabsonderungen, Schmerzen, Blutungen und schmerzhafte Eiteransammlungen (Abszess). Antibiotika können nach individueller Entscheidung im Behandlungskonzept eingesetzt werden. Salben bringen keinerlei Heilung.

Es gibt offene und geschlossene Operationsverfahren. Allen Verfahren ist gemeinsam, dass die krankhaften Hautareale nach Farbstoffanfärbung in Narkose komplett ausgeschnitten werden. Beim offenen Verfahren (zur Zeit das Standardverfahren in Deutschland) verbleibt die Wunde dann offen und heilt in der Zeitdauer von ca. 3 Monaten komplett zu (sekundäre Wundheilung). Die Wundversorgung führt der Pat. selbstständig durch (Merkblatt Operationen). Diese Operation führen wir meistens ambulant in unserer Praxis durch. Aber auch ein stationärer Eingriff im Herz-Jesu-Krankenhaus-Münster ist durch uns ist möglich. 

Beim geschlossenen Verfahren wird der Defekt mit eigener Haut verschlossen. Wir bevorzugen die Halbmond-Lappenplastik nach Karydakis oder die Rhomboidlappenplastik nach Limberg. Diese Operationen werden ausschließlich stationär durchgeführt.

Die sog. „pit picking“ Operation (nach Bascom) ist ein gering aufwendiges, wenig belastendes (minimal-invasives) Verfahren, welches in lokaler Betäubung (Lokalanästhesie) in unserer Praxis durchgeführt wird. Eine Vollnarkose ist aber ebenso möglich. Dieses bedeutet  „Rauspicken“. Dabei werden lediglich die Eintrittspforten der Haare (Porus, Pits) sparsam ausgestanzt und evtl. der Hohlraum (Zyste), in der die Haare unter der Haut liegen, mittels eines kleinen Schnittes eröffnet und gesäubert. Damit kommt es zur Verheilung der Pits und zum Austrocknen (=Vernarbung) der Fistel/Zyste und zur Ausheilung der Erkrankung. Es eignen sich nicht infizierte, reizlose Erstbefunde für die Methode. Die Anzahl der Pits ist nicht entscheidend. Ein entscheidender Vorteil ist die geringe Belastung des Patienten (wenig Schmerz, kurzer Arbeitsausfall, unkomplizierte Wunde). Auch wenn statistisch das Wiederkehren der Erkrankung (Rezidiv) etwas höher als nach der klassischen Operation ist, überwiegen die Vorteile. 

Welches Verfahren wir Ihnen oder der erkrankten Person empfehlen können, lässt sich in einer individuellen Beratung klären. 


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