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Fortentwicklung bei Behandlung von Darmerkrankungen

End- und Dickdarmzentrum Münster

Fortentwicklung bei Behandlung von Darmerkrankungen

Dr. Raulf, Dr. Tübergen, Dr. Kemmerling und Dr. Horstmann (v.l.) nutzen die Kooperation auch, um neue Wege in der Behandlung zu finden. (Foto: Wolfram Linke)

[17.04.2008 | WLI]

Seit Januar kooperiert das interdisziplinäre Bauchzentrum des Herz-Jesu-Krankenhauses in Hiltrup erfolgreich mit der Enddarmpraxis Münster, die von Dr. Matthias Kemmerling, Dr. Dirk Tübergen und Dr. Franz Raulf geführt wird.

„Wir haben einen Partner für Aftereingriffe gesucht, die nur stationär möglich sind“, erläuterte Dr. Raulf die Intention der Zusammenarbeit. Damit sei man in Hiltrup auf offene Ohren gestoßen: „Die koloproktologische Kompetenz des Krankenhauses“, betonte Dr. Rüdiger Horstmann, Chefarzt der Chirurgie-Abteilung, wird damit zusätzlich ausgeweitet“. Zudem könne die Fortentwicklung dieser Disziplin laut Raulf damit vorangetrieben werden und, ergänzte Horstmann, den Assistenz-Ärzten können nun eine Zusatzweiterbildung auf dem Sektor Enddarmuntersuchung angeboten werden.

Gezielte Behandlung
Die Enddarmpraxis profitiere davon, dass die Patienten sehr gezielt behandelt werden können und eine größere Fürsorge erfahren: „Es ist immer jemand da, auch nachts und am Wochenende“, verwies der Chefarzt auf die Vorteile der stationären Betreuung. Jedem Patienten stehe ein Zimmer mit Toilette zur Verfügung, um den Gang über den Flur zu ersparen. Die Zahl der Betten sei zunächst nicht beschränkt, um möglichst flexibel auf den Bedarf reagieren zu können.

Zehn Prozent stationär
Von der Gesamtzahl der Patienten, verwies Dr. Kemmerling auf das Volumen, kämen nur zehn Prozent für eine stationäre Behandlung in Frage. Pro Jahr, schätzten die Experten, werden rund 200 bis 300 Patienten der Enddarmpraxis im Herz-Jesu-Krankenhaus behandelt. Die Kooperation sei ein großer Schritt im ganzheitlichen Ansatz bei der Behandlung von Anorektum-Erkrankungen. Das gemeinsame wirken von Chirurgen und Gastroenterologen gewährleiste eine schnelle und umfassende Diagnostik bei Darmerkrankungen. < Fortbildungsveranstaltung
Auf Basis dieser Zusammenarbeit findet nun gemeinsam mit der Ärztekammer Westfalen-Lippe am Mittwoch, 23. April, von 17 bis 20 Uhr im Festsaal des Mutterhauses eine Fortbildungsveranstaltung für Fachpublikum statt. Unter anderem werden in Fachvorträgen die Stapler-Hämorrhoidektomie, die Analfissur und die Stuhl-Inkontinenz thematisiert.

Häufigste Krebserkrankung
Darmkrebs zählt zu den häufigsten Krebserkrankungen – pro Jahr kommen 70 000 neue Fälle hinzu. Die Kassen empfehlen eine Koloskopie (Darmspiegelung) ab dem 55. Lebensjahr mit jeweils einer neuen Untersuchung im Rhythmus von zehn Jahren. Die Koloskopie ist im Vergleich zu anderen Krebsvorsorgeuntersuchungen das einzige Verfahren, bei dem durch das Entfernen von Polypen frühzeitig auch behandelt werden kann. „ist der Patient behandelt, ist er damit auch sofort geheilt“, fasste Dr. Horstmann den positiven Effekt der frühzeitigen Untersuchung zusammen. Werde zu lange gewartet, treten Spätsymptome wie etwa hoher Gewichtsverlust und am Ende sogar der Darmverschluss auf.

Hämorrhoiden
Eine echte kleine Volksseuche seien, so Dr. Tübergen, außerdem die Hämorrhoiden, unter denen 70 bis 80 Prozent der Bevölkerung leiden. Wie alle Erkrankungen des Anorektums gelte es, auch sie zu enttabuisieren – immer noch scheuen viele den Gang zum Arzt. Ist der Schritt über die Schwelle geschafft, ist es nur noch ein kurzer Weg zur professionellen – und in der Regel schmerzfreien – Behandlung: „Bislang“, zog Dr. Raulf ein erstes positives Fazit der Zusammenarbeit mit dem Herz-Jesu-Krankenhaus, „waren alle sehr zufrieden, und wir haben keinerlei Klagen gehört“.

Quelle: Echo-Münster, Artikel von Wolfram Linke
Stand 16.11.2008: http://www.echo-muenster.de/node/25274